News vom 29.12.11
Die Schweiz bleibt ein Steuerparadies
Für Gutverdienende ist die Schweiz nach wie vor bezüglich Steuern vorteilhaft. Weltweit zahlen sie nur gerade in Singapur und in Hong Kong weniger als etwa im Kanton Zug. Auch Unternehmen liefern dem Fiskus andernorts weit mehr ab.
In einigen Kantonen zahlen Topverdiener und Unternehmen so wenig Steuern, dass diese weltweit unter den Top drei rangieren. Diese "Spitzengruppe" bilden NW, OW, SZ und ZG, wie das Konjunkturforschungsinstitut BAKBASEL mitteilte.
Eine der Schlussfolgerungen lautet: Auch die im Schweizer Vergleich teuren ZH, BE und BS sind international gesehen bezüglich Steuern günstig.
News vom 01.12.11
Kantonale Steuerbelastung: Grosse Unterschiede
Im Schweizer Durchschnitt werden 26,8 Prozent der Wirtschaftskraft durch Steuern von Kantonen und Gemeinden belastet. An den bisweilen grossen Unterschieden zwischen den Kantonen wird sich auch 2012 nichts ändern.
Noch immer deutlich unter dem Durchschnitt liegen die Zentralschweizer Kantone Nidwalden, Schwyz und Zug, wie die Eidgenössische Finanzverwaltung am Donnerstag mitteilte. Zug weist dabei mit 13,6 Prozent die tiefste sogenannte Steuerausschöpfung auf - die Hälfte des Schweizer Durchschnitts.
Auch am oberen Ende der Skala kommt es kaum zu Veränderungen: So liegt die Steuerbelastung in den Westschweizer Kantonen sowie in Bern, Graubünden und Basel-Stadt am höchsten. Den höchsten Wert erreicht Genf mit 35,4 Prozent.
An der Wirtschaftskraft gemessen
Die Zahlen stammen aus dem Index der Steuerausschöpfung, welche die Finanzverwaltung zum dritten Mal publizierte. Der Index ist ähnlich zu interpretieren wie die Fiskalquote. Allerdings wird die Steuerbelastung nicht dem Bruttoinlandprodukt (BIP), sondern dem Ressourcenpotenzial gegenüber gestellt. Auf kantonaler Ebene wird kein BIP berechnet.
Das Ressourcenpotenzial wiederum widerspiegelt die Wertschöpfung der Steuerpflichtigen und damit die Wirtschaftskraft der Kantone.
www.cash.chNews vom 01.11.11
Zug und Zürich bleiben Spitze
Die attraktivsten Kantone der Schweiz Zug und Zürich bleiben Spitze. Gemäss einer Studie der Grossbank Credit Suisse sind die beiden Kantone die attraktivsten Standorte der Schweiz. Die Schlusslichter liegen allesamt im Westen.
Die Kantone Zug und Zürich sind erneut die attraktivsten Standorte der Schweiz mit deutlichem Abstand vor dem Aargau. Nach dem Taucher im Vorjahr hat Genf Platz vier zurückerobert. Die unattraktivsten Standorte bleiben die Kantone Jura, Neuenburg und Wallis.
Unangefochtener Spitzenreiter im am Donnerstag veröffentlichten Standortqualitätsindikator der Credit Suisse (CSGN 39.05 -0.76%) ist auch in diesem Jahr Zug. Für den Zentralschweizer Kanton spricht die tiefe Steuerbelastung, der allgemeine Ausbildungsstand der Bevölkerung, die Verfügbarkeit von Hochqualifizierten und die gute Verkehrsanbindung.
Diese fünf wichtigsten messbaren Kriterien im Standortwettbewerb haben die Ökonomen der Credit Suisse aufgrund von Daten aus 2700 Schweizer Gemeinden berechnet. Nicht berücksichtigt wurden sogenannte weiche Standortfaktoren wie landschaftliche Schönheit oder Qualität der öffentlichen Dienste. Diese liessen sich quantitativ kaum messen und würden meist Werturteilen unterliegen.
Traditionell hinter Zug liegt der Kanton Zürich auf dem zweiten Platz. Das Wirtschaftszentrum verfüge über eine hohe Erreichbarkeit und solide Bildungswerte, könne jedoch bei den Steuern nicht mit Zug mithalten, hiess es in der Studie.
Genf holt wieder auf
Das breite Mittelfeld wird vom Aargau und Genf angeführt. Die guten Resultate würden jedoch mit unterschiedlichen Qualitäten erreicht. Während der Aargau mit günstigen Steuern hervorsteche, brilliere Genf mit der Verfügbarkeit von Hochqualifizierten.
Damit hat Genf den Rückschlag des Vorjahres wettgemacht, als der Stadtkanton aus Steuergründen auf Platz 9 abgerutscht war. Allerdings sei Genf auch heuer steuerlich wenig attraktiv, sagte CS-Ökonom Thomas Rühl auf Anfrage.
Nichts verändert hat sich am Ende der Rangliste. Wie in den vorangegangenen Jahren belegen Jura, Neuenburg und Wallis die letzten Plätze. Gegen diese Kantone spricht ihre Randlage und die schlechte Erreichbarkeit abseits der grossen Verkehrsachsen. Zudem ist die Steuerlast dort hoch.
Link zum Bericht des Tages Anzeigers:
www.tagesanzeiger.ch